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Berlin-Hansaviertel – Die Altonaer Straße mit der Siegessäule im Tiergarten (vergrößerte Ansicht) |
Im Zuge der Bezirksreform am 1.1.2001 vom restlichen Tiergarten getrennt ist das Hansaviertel nun ein eigener Ortsteil im Bezirk Mitte von Berlin. Bereits 1861 gemeinsam mit Moabit nach Berlin eingemeindet wurde das Hansaviertel ab etwa 1875 mit bürgerlichen Wohnhäusern im Stil des Historismus erbaut und nach dem im 12. Jahrhundert gegründeten Städtebund
der Hansa oder Hanse benannt. Eine Rekonstruktion des während des 2. Weltkriegs durch schwere Luftangriffe im November 1943 fast vollständig zerstörten Hansaviertels wurde vom Berliner Senat zugunsten eines architektonisch neu gestalteten Wiederaufbaus verworfen und 1955 die Neuerrichtung im Zuge der Internationalen Bauausstellung Berlin 1957 (Interbau 57) beschlossen, die in den Folgejahren bis 1960 unter der Leitung von Otto Bartning und der Beteiligung namhafter Architekten aus dem In- und Ausland durchgeführt wurde.
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| Die Bartningallee im Hansaviertel mit ihren charakteristischen Punkt-Hochhäusern (vergrößerte Ansicht) |
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Das in lockerer Bauweise errichtete und stark durchgrünte Hansaviertel ist neben Reihen- und Mehrfamilienhäusern geprägt durch seine Hochhäuser. In dem als architektonisches Musterbeispiel der Nachkriegsmoderne geltenden Hansaviertel leben heute knapp 6.000 Einwohner, davon 1.700 ohne deutsche Staatsangehörigkeit (ca. 28 %). Obwohl bei dem Wiederaufbau am ehemaligen Hansaplatz auch ein Stadtteilzentrum errichtet wurde, das neben einigen Geschäften zur Grundversorgung sogar ein Kino umfasste (in dem sich heute das Kinder- und Jugendtheater GRIPS-Theater befindet), profitieren diese stark von der Nähe der Hansaviertels zur City-West mit ihrem Zoo, dem Europacenter am Breitscheidtplatz und natürlich dem berühmten Kurfürstendamm, die nur eine bzw. zwei U-Bahn-Stationen entfernt ist. Einen hohen Freizeitwert bietet zusätzlich der Große Tiergarten, in den das Hansaviertel fließend übergeht.
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