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Berlin-Hansaviertel – Das Zeilenhochhaus von Walter Gropius in Der Händelallee (vergrößerte Ansicht) |
Der Wiederaufbau des während des 2. Weltkriegs fast vollständig zerstörten Hansaviertels, eines eher bürgerlichen Viertels in geschlossener Blockbebauung im Stil des Historismus, wurde 1955 vom Berliner Senat verworfen. Stattdessen entstand im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Berlin 1957 (Interbau 57) in den Jahren 1955 bis 1960 das Hansaviertel als ein Musterbeispiel der Architektur der klassischen Moderne neu. Im Ergebnis eines bereits 1953 durchgeführten Städtebauwettbewerbs wurde eine lockere, durchgrünte Bebauung vorgesehen, die fließend in den Großen Tiergarten übergeht.
Von den ursprünglich 48 geplanten Objekten wurden 36 von verschiedenen international renommierten Architekten realisiert, unter denen sich so bekannte Namen wie Aalvar Aalto, Max Taut, Luciano Baldessari, Oscar Niemeyer und Walter Gropius befinden. Die Bauten, die heute alle unter Denkmalschutz stehen, wurden als so genannte „Solitäre“, d. h. allein stehend und ohne weitere Berücksichtigung der Nachbarbebauung sowie ohne ausgewiesene Vorder- und Rückfront, um das Zentrum mit eingeschossiger Ladenpassage, Theater, Kirche, Bibliothek Kindertagestätte und U-Bahnhof am Hansaplatz errichtet. Das in den 50er-Jahren als zukunftsweisend angesehene Hansaviertel gilt heute als Musterbeispiel der klassischen Nachkriegsmoderne.
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